Die ersten Büstenaufträge kamen sehr früh. Im Januar 1807 vereinbarten Ludwig und Johann Gottfried Schadow die erste Gruppe von Marmorbüsten. In den folgenden Jahren wurden viele Bildhauer Teil des Projekts, darunter Künstler in Berlin, München, Rom und anderen Kunstzentren.
Ludwig wollte Einheitlichkeit in der Halle. Er machte Vorgaben zu Material, Größe, Inschriften, Haltung und Ausdruck. Gewünscht war ruhige Würde, keine theatralische Bewegung. Diese Disziplin half, die Beiträge vieler Bildhauer zu einem erkennbaren Programm zusammenzuführen.
Die praktische Schwierigkeit lag oft beim Bildnis selbst. Bei mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Persönlichkeiten mussten Künstler und Berater entscheiden, ob eine Vorlage glaubwürdig war. Wenn kein überzeugendes Porträt zu finden war, konnte eine Namenstafel die Erinnerung bewahren, ohne ein Gesicht zu erfinden.