Karl der Fünfte Leopold war im späten 17. Jahrhundert eine herausragende Persönlichkeit in der Geschichte Österreichs. Er wurde in Innsbruck, der Hauptstadt von Tirol, als zweiter Sohn von Kaiser Ferdinand der Dritte Und seiner zweiten Frau Eleonora Gonzaga geboren.
Als Mitglied der Habsburg-Dynastie wurde Karl der Fünfte Leopold schon in jungen Jahren für eine Karriere in Politik und militärischen Angelegenheiten gepflegt. Er erhielt eine umfassende Ausbildung in verschiedenen Bereichen, einschließlich Sprachen, Geschichte, Mathematik und Naturwissenschaften. 1662 wurde er zum Gouverneur der spanischen Niederlande ernannt, zu dem zu dieser Zeit das heutige Belgien, Luxemburg sowie Teile der Niederlande und Frankreich gehörten. Er diente in dieser Position bis 1665, als er von seinem Vater nach Wien zurückgerufen wurde.
Nach seiner Rückkehr nach Österreich nahm Karl der Fünfte Leopold verschiedene administrative und militärische Stellen ein, einschließlich der Positionen des Gouverneurs von Tirol und dem Oberbefehlshaber der österreichischen Armee. Er spielte eine Schlüsselrolle in mehreren militärischen Feldzüge, insbesondere im großen türkischen Krieg, der von 1683 bis 1699 dauerte und das Osmanische Reich gegen das Heilige Römische Reich und seine Verbündeten ansetzte. 1683 führte Karl der Fünfte Leopold die österreichische Armee in der Schlacht von Wien an, ein entscheidender Sieg, der den Beginn des Ende der osmanischen Expansion in Europa markierte.