Der heilige Emmeram war ein christlicher Bischof und Märtyrer, der in Poitiers in Aquitanien geboren wurde. Zu Beginn des siebten Jahrhunderts reiste er nach Regensburg, um am Hof Theodos des Ersten Missionsarbeit zu leisten. Während seines dreijährigen Aufenthalts galt Emmeram als frommer Mann und gründete ein Kloster, das später seinen Namen tragen sollte.
Die einzige bekannte Biographie Emmerams ist die Vita Sancti Emmerami, die 750 von Arbeo von Freising geschrieben wurde; dies lässt sich jedoch nicht überprüfen. Nachdem Emmeram von Götzendienst in der Region gehört hatte, reiste er an Theodos Hof in Bayern, um Missionsarbeit zu leisten. Die Vita enthält auch eine Legende über Emmerams Beziehung zu Uta, der Tochter Herzog Theodos. Der Legende nach vertraute Uta Emmeram an, dass sie ein uneheliches Kind erwarte. Er riet ihr, ihn als Vater zu nennen, um ihre Schande zu verringern.
Kurz darauf wurde Emmeram in Helfendorf von Theodos Sohn Lantpert von Bayern angegriffen, gefoltert und enthauptet, ohne dass die Geschichte um Uta überprüft worden war. Es gibt widersprüchliche Berichte über seinen Tod; einer berichtet, er sei noch lebend gefunden worden, aber auf der Reise zurück nach Aschheim gestorben. Seine Reliquien befinden sich in der Basilika St. Emmeram in der Wolfgang-Krypta des Westgebäudes. Sein Gedenktag wird am 22. September im katholischen Heiligenkalender begangen.