Bruno von Warendorp war ein prominenter Kaufmann und politischer Führer aus Hamburg, der Ende des 14. Jahrhunderts als Führer der Hanseatic League diente. Die Hanseatic League war eine mächtige kommerzielle und defensive Konföderation der Merchantguilds und deren damit verbundenen Marktstädte in Nordeuropa. Es wurde im späten 12. Jahrhundert gegründet und arbeitete bis Mitte des 17. Jahrhunderts weiter.
Brunos genaues Geburtsdatum ist unbekannt, aber er wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts geboren. Er war Mitglied einer prominenten Hamburger Merchant-Familie und engagierte sich stark für die politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten der Stadt.
1377 wurde von Warendorp zum Ratshir von Hamburg gewählt, eine Rolle, die an der Regierungsführung der Stadt teilnahm und seine Interessen innerhalb der Hanse-Liga vertritt. In den 1380er Jahren wurde Bruno zu einer der führenden Figuren in der Hanse-Liga. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Organisation der Reaktion der Liga auf verschiedene Herausforderungen, wie den Wettbewerb durch englische und niederländische Händler, Piraterie und politische Instabilität in der baltischen Region. Es ist bekannt, dass Warendorp Verhandlungen mit den Königen Dänemarks und Englands sowie anderen europäischen Herrschern hatte.
Er hatte auch eine Rolle bei der Verhandlung des Vertrags von Stralsund im Jahr 1370. Dieser Vertrag beendete einen Konflikt zwischen der Hansese-Liga und dem Königreich Dänemarks, um die anhaltende Kontrolle der Liga über die wichtigen Handelsrouten in der Ostsee zu stellten. Der Vertrag von Stralsund wird als Höhepunkt der Liga angesehen, da er ihre Dominanz im nordeuropäischen Handel festigte und seine Fähigkeit demonstrierte, seine Interessen gegen mächtige Monarchien zu behaupten.