Otto Herbert Hajek war ein bedeutender deutscher Künstler, der für seine abstrakte Malerei, Grafik und Bildhauerei bekannt war. Er wurde 1927 in Kaltenbach, Tschechoslowakei, geboren. Von 1947 bis 1954 studierte er Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Peter Otto Heim. 1978 wurde ihm vom Land Baden-Württemberg der Professorentitel verliehen. Im Jahr 1980 wurde er zum Leiter einer Bildhauerklasse an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe ernannt, wo er bis 1992 lehrte.
Hajeks Werke wurden in der ganzen Welt ausgestellt, unter anderem 1959 in der Document II und 1964 in der Document III in Kassel. Dabei handelt es sich hauptsächlich um farbige Skulpturen oder Objekte aus Stahl und Beton sowie um Innenraum-und Fassadengestaltungen an Gebäuden. Hajeks Frühwerk war noch figurativ in der Tradition der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ab Mitte der 1950er Jahre modellierte er ungegenständliche Skulpturen als Baumknoten sowie Reliefs, die er für den kirchlichen Gebrauch entwarf.
Ab Mitte der 1960er Jahre verwendet Hajek geometrische Formen in Farbe, mit denen er sich der figurativen Sprache der konkreten Kunst annähert. Dies gilt für Hajeks Kleinplastiken und grafische Arbeiten ebenso wie für die monumentalen Stadtschilder, Farbwege, Architektur-und Platzgestaltungen.
Hajek hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter die Bürgermedaille der Landeshauptstadt Stuttgart und das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Außerdem war er von 1972 bis 1979 der erste Vorsitzende des Deutschen Künstlerbundes und setzte sich für die soziale Absicherung von Künstlern ein.