Fritz Behn war ein deutscher Bildhauer und Tierbildhauer, der für seine Bronzeskulpturen von Tieren und Wildtieren bekannt war.
Behn wurde in Königsberg geboren, wuchs in einer künstlerischen Familie auf und zeigte schon früh ein Talent für Skulpturen. Er studierte von 1896 bis 1899 an der Kunstgewerbeschule in Berlin und dann von 1899 bis 1903 an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin. In dieser Zeit war er auch ein Lehrling im Atelier des Bildhauers Reinhold Begas.
Behns Arbeit wurde stark von seinen Reisen nach Afrika beeinflusst, wo er auf Safari ging und die Tierwelt studierte. Seine Bronze-Tierskulpturen wurden zu seinem charakteristischen Werk, und er zeigte sie bei großen Ausstellungen in Berlin, Paris und Rom. Er schuf auch öffentliche Denkmäler, darunter einen Bronze-Löwen im Berliner Zoo und einen Bronzeadler im Reichstagsgebäude in Berlin.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde Behns Werk vom NS-Regime als als entartete Kunst verurteilt, und viele seiner Skulpturen wurden aus der öffentlichen Präsentation entfernt. Nach dem Krieg konnte er jedoch seine Karriere wieder aufnehmen und schuf bis zu seinem Tod im Jahr 1970 weiterhin neue Werke.
Behn war Mitglied mehrerer Künstlerverbände und erhielt während seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Seine Werke befinden sich in Sammlungen auf der ganzen Welt statt, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York, die National Gallery of Art in Washington, DC, und die Staatlichen Museen zu Berlin. Heute gilt er als einer der führenden Tierbildhauer des 20. Jahrhunderts.