Ernst Friedrich August Rietschel war ein renommierter deutscher Bildhauer. Als drittes Kind von Friedrich Ehrgott Rietschel und seiner Frau Caroline geboren, begann er seine künstlerische Ausbildung mit 20 Jahren. Er studierte bei Rauch in Berlin und später, 1827, in Rom. Nach seiner Rückkehr nach Sachsen erlangte er mit einer kolossalen Lutherstatue Anerkennung und wurde zum Mitglied der Dresdner Akademie gewählt. 1832 wurde er zum Dresdner Professor für Bildhauerei ernannt und erhielt zahlreiche ausländische Verdienstorden.
Rietschels Stil war vielfältig; er schuf Werke mit religiösem Bezug und im klassischen Stil. Bekannt war er für seine Porträts bedeutender Persönlichkeiten und seine religiösen Skulpturen, wie den Christus-Engel und eine lebensgroße Pietà-Statue. Er arbeitete auch mit Reliefs und schuf eine Reihe von Werken, die „Nacht und Morgen“ sowie „Mittag und Abenddämmerung“ darstellen. Rietschel war dreimal verheiratet und hatte aus seiner dritten Ehe einen Sohn. Er starb 1861 in Dresden im Alter von 56 Jahren und ist auf dem Trinitatisfriedhof nordöstlich des Stadtzentrums begraben.