Nikolaus Karl Eduard Schmidt von der Launitz, geboren 1797 in Grobin, war ein renommierter deutscher Bildhauer und Kunsthistoriker. Obwohl er zunächst auf Wunsch seines Vormunds Jura studierte, brach er aufgrund seiner Leidenschaft für die Kunst das Studium ab und ging nach Rom, wo er Schüler des berühmten Bildhauers Bertel Thorvaldsen wurde.
Sein erstes eigenständiges Werk war ein Grabrelief für seinen Bruder Georg, der in Leipzig gefallen war. 1822 ging er nach Russland, um im Auftrag von Zar Alexander Denkmäler zu errichten. Die Pläne wurden jedoch durch den Tod des Zaren vereitelt. Nach seiner Rückkehr nach Rom heiratete er Frankreichsca Ferreri und gründete eine Terrakotta-Manufaktur zur Herstellung architektonischer Ornamente. Eine Reihe persönlicher Tragödien im Jahr 1829, darunter der Tod seines Sohnes und seiner Frau, veranlassten ihn jedoch zur Rückkehr nach Deutschland.
Von der Launitz ließ sich in Frankfurt am Main nieder, wo er am Städelschen Kunstinstitut und an der Kunstakademie Düsseldorf lehrte. Seine kunsthistorischen Vorlesungen zogen ein breites Publikum an, und er veröffentlichte zudem zahlreiche kunsthistorische Aufsätze.
1839 heiratete er Therese von Soiron, mit der er eine Tochter, Luise, hatte. Nach Thereses Tod 1861 nahm von der Launitz’ künstlerisches Schaffen ab, doch setzte er seine erfolgreiche Lehrtätigkeit fort. Er starb 1869 und ist auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben, wo sich auch viele seiner Werke befinden, darunter das Reichenbach-Lessonitz-Mausoleum.