August Weckbecker, geboren 1888 in Münstermaifeld, war ein vielseitig begabter deutscher Künstler, der sich als Bildhauer, Maler, Glasmaler und Kunstprofessor einen Namen machte. Obwohl sein Vater ihn zunächst zu einer kaufmännischen Laufbahn ermutigte, führte ihn seine unbändige Leidenschaft für die Kunst zu einer Lehre bei einem Steinbildhauer in Aulhausen.
1909 zog Weckbecker nach München, um sich auf sein Studium an der Akademie der bildenden Künste vorzubereiten. Dort studierte er unter der Mentorschaft von Professor Balthasar Schmitt und besuchte Vorlesungen zur Kunstgeschichte bei Berthold Riehl und Fritz Burger.
Sein Privatleben verband sich eng mit seinem künstlerischen Werdegang, als er seine spätere Frau Ottilie Schönenberger, eine Musikstudentin am Münchner Konservatorium, kennenlernte. Sie heirateten 1915 und ließen sich in München nieder.
Im Bestreben, verschiedene Kunstformen zu beherrschen, arbeitete Weckbecker nicht nur als Bildhauer, sondern auch als Architekt, Grafiker und Maler. Im Laufe seiner Karriere weckte Weckbecker das Interesse zahlreicher prominenter Persönlichkeiten, darunter König Ludwig der Dritte, der ihm den Professorentitel verlieh. Zu seinen Auftraggebern und Förderern zählte sogar Papst Benedikt XV., für den er 1920 eine Bronzebüste schuf.
Trotz gesundheitlicher Probleme unternahm Weckbecker ausgedehnte Reisen zu Studienzwecken und für Aufträge und besuchte Spanien, Paris, London, Irland und Italien. 1925 ehrte ihn König Alfons XIII. von Spanien mit einer angesehenen Medaille.
Weckbecker starb 1939 im Alter von 51 Jahren. Sein Tod wurde von hochrangigen Persönlichkeiten, darunter Kardinal Michael von Faulhaber und Papst Pius der Zwölfte., betrauert, was den Respekt belegt, den er als Künstler genoss. Zunächst in München beigesetzt, wurden seine sterblichen Überreste später in die Krypta der Grafen von Montgelas in der Heiligkreuzkapelle von Schloss Egglkofen überführt, einer Kapelle, die er selbst entworfen hatte.