Die Büsten

Heinrich I.

König der Deutschen

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Heinrich I.
Heinrich I.

Heinrich der Erste, auch bekannt als Heinrich der Vogler, war der erste nichtfränkische König des Ostfrankenreichs und gilt als Gründer des mittelalterlichen deutschen Reiches.

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Heinrich wurde in die liudolfingische Linie sächsischer Herzöge geboren. Seinen Beinamen Heinrich der Vogler erhielt er wegen seiner Liebe zu Jagdvögeln. Der Legende nach reparierte er gerade seine Vogelnetze, als Boten eintrafen, um ihm mitzuteilen, dass er König werden sollte.

Heinrich wurde 919 zum König gewählt und gekrönt, nachdem sein Vorgänger Konrad der Erste ihn 918 auf dem Sterbebett empfohlen hatte. Trotz innerer Aufstände und äußerer Einfälle der Magyaren festigte Heinrich seine Herrschaft, indem er aufständische Herzöge besiegte und 925 Lotharingien als Vasallengebiet gewann.

Im Gegensatz zu seinen karolingischen Vorgängern versuchte Heinrich nicht, eine zentralisierte Monarchie zu schaffen. Stattdessen regierte er durch föderierte, autonome Stammesverbände und baute ein umfangreiches System von Befestigungen sowie mobiler schwerer Kavallerie auf, um die Bedrohung durch die Magyaren einzudämmen.

Heinrich erweiterte die deutsche Hegemonie in Europa deutlich: 929 besiegte er die Slawen in der Schlacht bei Lenzen, drang in das Herzogtum Böhmen ein, erreichte im selben Jahr die Unterwerfung von Herzog Wenceslaus dem Ersten und eroberte 934 dänische Herrschaftsgebiete in Schleswig.

Sein hegemonialer Status wurde von den Königen Rudolf von Westfrankenreich und Rudolf der Zweite von Hochburgund anerkannt. Beide nahmen 935 eine untergeordnete Stellung als Verbündete ein. Ein geplanter Feldzug nach Rom, bei dem Heinrich zum Kaiser gekrönt werden sollte, kam wegen seiner Erkrankung nicht mehr zustande.

Heinrich hinterließ seinem Nachfolger Otto dem Ersten ein deutlich gestärktes Königreich. Er wurde in der Abtei Quedlinburg beigesetzt, die seine Frau Mathilde zu seinen Ehren gegründet hatte.

Quellen