Friedrich Wilhelm, auch bekannt als "großer Wähler", war von 1640 bis zu seinem Tod der Wähler von Brandenburg und Herzog von Preußen. Er wurde in Berlin als Sohn von Georg Wilhelm als Wähler von Brandenburg und seiner Frau Elisabeth Charlotte vom Palatinat geboren.
Friedrich Wilhelm war bekannt für seine militärischen und administrativen Reformen, die Brandenburg-Preußen in eine bedeutende Macht in Europa verwandelten. In den frühen Jahren seiner Regierungszeit stand er mit mehreren Herausforderungen, darunter einen Krieg mit Schweden und eine Rebellion des Adels, aber er gelang es, diese Hindernisse zu überwinden und einen starken zentralisierten Staat zu etablieren.
Eine seiner bedeutendsten Errungenschaften war die Schaffung einer ständigen stehenden Armee, die Brandenburg-Preußen die militärische Macht gab, sich gegen seine Feinde zu verteidigen. Er gründete auch ein System des obligatorischen Militärdienstes für alle Männer, das sicherstellte, dass die Armee immer gut besetzt und ausgebildet war.
Friedrich Wilhelm war auch für die Förderung der religiösen Toleranz in seinen Territorien verantwortlich. Er gewährte Protestanten und Katholiken die Religionsfreiheit gleichermaßen, was dazu beitrug, qualifizierte Handwerker und Kaufleute in die Region zu gewinnen. Dies trug wiederum zum Wirtschaftswachstum von Brandenburg-Preußen bei.
Neben seiner Innenpolitik war Friedrich Wilhelm auch ein aktiver Spieler in der europäischen Politik. Er bildete Allianzen mit anderen europäischen Mächten, einschließlich der Niederlande und Österreich, und kämpfte in mehreren Kriegen gegen Frankreich und Schweden. Er war auch an den Verhandlungen beteiligt, die zum Vertrag von Westfalen führten, der den dreißigjährigen Krieg beendete.
Friedrich Wilhelm starb 1688 und wurde von seinem Sohn Friedrich der Dritte Nachfolger, der später König Friedrich der Erste von Preußen wurde. Er wird als eine der wichtigsten Figuren in der deutschen Geschichte und als eine entscheidende Figur bei der Entwicklung des preußischen Staates in Erinnerung geblieben.