Edith Stein war ein deutscher Philosoph und Nonne, der jetzt als katholischer Heiliger anerkannt ist. Sie wurde in Breslau als in eine jüdische Familie geboren, konvertierte später jedoch zum Katholizismus.
Nach Abschluss ihres Studiums an der Universität von Göttingen, wo sie Philosophie unter dem berühmten Philosophen Edmund Husserl studierte, wurde Stein Assistenzprofessor an der Universität Freiburg. Sie schrieb mehrere Werke über die Phänomenologie, einschließlich ihrer Doktorarbeit über Empathie, und erlangte sich schnell einen Ruf als führender Denker auf diesem Gebiet.
Trotz ihres Erfolgs fühlte sich Stein unerfüllt und begann den Katholizismus zu erkunden. 1922 wurde sie getauft und wurde offiziell katholisch. Sie trat schließlich in die zerkleinerte Karmelitenbefehl ein und nahm den Namen Schwester Teresa Benedicta vom Kreuz.
Als das Regime der Nationalsozialisten an die Macht stieg, wurde Steins jüdisches Erbe zu einer Haftung. 1933 musste sie aufgrund der antisemitischen Politik der Regierung ihre Position an der Universität von Münster verlassen. Sie floh in die Niederlande, wo sie ihre Arbeit fortsetzte und schließlich Dozent an der katholischen Universität von Nijmegen wurde.
Die Nazis fiel jedoch 1940 in die Niederlande ein, und Stein war wieder in Gefahr. Trotz der Versuche, ihr in der Schweiz zu helfen, wurde sie 1942 vom Gestapo verhaftet und ins Auschwitz-Konzentrationslager gebracht. Sie wurde zusammen mit ihrer Schwester Rosa in den Gaskammern getötet, die ebenfalls zum Katholizismus umgewandelt worden war.
Edith Steins Leben und Arbeit haben weiterhin Katholiken und Nichtkatholiken inspiriert. Sie wurde 1998 von Papst Johannes Paul der Zweite Häkeln und ist heute als Schutzpatronin Europas anerkannt. Ihre Schriften über die Phänomenologie und ihre spirituelle Reise werden weiterhin von Gelehrten und spirituellen Suchenden auf der ganzen Welt untersucht und bewundert.