Ferdinand war Mitglied des Haus Braunschweig-Lüneburg und Prinz des Heiligen Römischen Reiches. Er war der vierte Sohn von Karl dem Ersten, Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel und Prinzessin Philippine Charlotte von Preußen.
Ferdinand wurde auf traditionelle und strenge militärische Weise ausgebildet und hatte schon in jungen Jahren ein großes Interesse an militärischen Angelegenheiten. Während des siebenjährigen Kriegs diente er in der preußischen Armee und zeigte auf dem Schlachtfeld außergewöhnliche Tapferkeit und taktische Scharfsinn.
1766 wurde Ferdinand von seinem Bruder Wilhelm dem Achten, Landgraf von Hessen-Kassel, zum Oberbefehlshaber der hessischen Armee ernannt. Er führte mehrere Reformen in die hessische Armee ein, darunter die Verbesserung des Trainings und der Disziplin, was es zu einer der effektivsten Kampfkräfte in Europa zu dieser Zeit machte.
Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges diente Ferdinand als Kommandeur der hessischen Truppen, die für die Briten kämpften. Er führte die Hessianer in mehreren Schlachten, darunter die Schlacht von Long Island, die Schlacht von White Plains und die Schlacht von Trenton. Trotz der endgültigen Niederlage der Briten wurde Ferdinands taktischer Brillanz und Führung von beiden Seiten weithin bewundert und respektiert.
Nach dem Krieg kehrte Ferdinand nach Europa zurück und diente bis zu seinem Tod im Jahr 1811 weiter als Oberbefehlshaber der hessischen Armee. Er blieb in Europa ein einflussreich sein Tod.