Eberhard der Fünfte, auch bekannt als Eberhard im Bart, war eine herausragende Figur in der Geschichte des Herzogtumes Württemberg im Südwesten Deutschlands. Er wurde am Februar 1445 in Tübingen geboren, einer Stadt, die Teil des Herzogtums Württemberg war. Eberhard war der zweite Sohn von Ludwig der Erste, der Graf von Württemberg und seiner Frau Marthild von der Pfalz. Obwohl nicht erwartet wurde, dass er den Titel von Grafentitel erben, wurde er der Erbe, nachdem sein älterer Bruder Ulrich 1478 gestorben war.
Als Graf von Württemberg war Eberhard für seine politischen und militärischen Fähigkeiten bekannt. Er erweiterte sein Territorium durch Allianzen und Eroberungen und führte wichtige Reformen ein, die die Region modernisierten. Eine seiner wichtigsten Errungenschaften war die Gründung der Universität Tübingen im Jahr 1477, einer der ersten Universitäten in Deutschland. Diese Institution spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Humanismus und der protestantischen Reformation.
Eberhards unverwechselbarer Bart, der ihm den Spitznamen "Im Bart" einbrachte, soll angebaut worden sein, um Narben zu verbergen, die er im Kampf erhalten hatte. Trotz seiner beeindruckenden Leistungen ist Eberhards Beteiligung am deutschen Bauernkrieg etwas umstritten. Anfangs unterstützte er die Forderungen der Bauern nach sozialer und wirtschaftlicher Reformen, wandte sich aber später gegen sie zu, als sie gewalttätig wurden. Seine Streitkräfte besiegten die Rebellen in einer Reihe von Schlachten, und Eberhard trat als Held der herrschenden Klassen auf.
Eberhard starb am 24. Februar 1496 im Alter von 51 Jahren. Er wurde von seinem Sohn Ulrich abgelöst, der die Politik seines Vaters fortsetzte und die Macht und den Einfluss der Württtemberg-Dynastie erweiterte.