Konrad der Zweite, auch Konrad der Ältere und Konrad der Salier genannt, zählt zu den wichtigen Persönlichkeiten der mittelalterlichen Geschichte. Er war von 1027 bis zu seinem Tod im Jahr 1039 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und der erste von vier salischen Kaisern, deren Dynastie bis 1125 regierte.
Konrad wurde 990 geboren und erbte in seiner Kindheit die Titel eines Grafen von Speyer und Worms, nachdem sein Vater gestorben war. Er gab sich jedoch nicht mit seinen ererbten Ländern zufrieden, sondern erweiterte seinen Einfluss. Schließlich gewann er die Gunst der Fürsten des Reiches. Diese Unterstützung führte nach dem Ende der vorherigen Kaiserdynastie ohne Nachfolger zu seiner Erhebung zum König.
Konrad der Zweite verstand es, die Rolle und Organisation der Kirche sowie die Herrschaftspraxis seiner ottonischen Vorgänger, besonders Heinrichs des Zweiten, zu übernehmen und anzupassen. Er war nicht grundsätzlich gegen das Mönchtum, gab aber unter Heinrich dem Zweiten bevorzugten Männern der Kirche weniger Vorrang. In Italien stützte er sich zunächst auf die Bischöfe, um die kaiserliche Macht zu sichern.
Konrads Regierungszeit fiel in eine vergleichsweise friedliche Zeit und markierte einen Höhepunkt mittelalterlicher kaiserlicher Herrschaft. Nach dem Tod König Rudolfs des Dritten von Burgund im Jahr 1032 beanspruchte Konrad die Herrschaft über das Königreich Burgund, eroberte es mit deutschen und italienischen Truppen und integrierte es in das Reich. Die drei Königreiche Deutschland, Italien und Burgund bildeten die Grundlage des neuen Reiches als "königliche Triade".