August Wilhelm Anton Graf Neidhardt von Gneisenau war während der Napoleonischen Kriege ein preuchter preußischer Militärführer und Stratege. Er wurde in Schildau, Sachsen, geboren und in einer Familie mit einer langen militärischen Tradition aufgewachsen.
Gneisenau trat 1778 der preußischen Armee bei und diente im Krieg der bayerischen Nachfolge und im niederländischen Patriot-Revolte. Er wurde 1794 in den Rang eines Majors befördert und kämpfte in den Feldzügen gegen das revolutionäre Frankreich.
Im Jahr 1806 erklärte Preußen Frankreich als Teil der vierten Koalition gegen Frankreich. Gneisenau wurde zum Stabschef des Feldmarschalls Blücher ernannt, und zusammen kämpften sie gegen Napoleons Streitkräfte. Nach der Niederlage in der Schlacht von Jena-Austedt arbeitete Gneisenau die reformierte und modernisierte preußische Armee. Er führte neue Taktiken und Strategien ein, einschließlich der Schaffung des Landwehrs, einer Reservekraft von Bürgersoldaten.
Während des Befreiungskrieges spielte Gneisenau eine Schlüsselrolle beim Sieg der Koalition über Napoleon. Er führte die preußischen Streitkräfte in der Schlacht von Waterloo an und war maßgeblich an der Planung und Ausführung der Schlacht beteiligt. Nach dem Krieg wurde er zum Generalstab der preußischen Armee ernannt und modernisierte das Militär weiter.
Zusätzlich zu seiner Militärkarriere war Gneisenau auch in die Politik involviert. Er war Mitglied des preußischen Staatsrates und unterstützte die liberalen Reformen von König Friedrich Wilhelm der Dritte Er starb 1831 in Posen, Preußen und wurde in der InvalidEnenfried in Berlin beigesetzt.