Hans Holbein der Jüngere war ein deutscher Künstler und einer der größten Porträtisten der Renaissance. Er wurde in Augsburg, Bayern, als Sohn von Hans Holbein, dem Ältesten, ebenfalls als Maler, und seiner Frau Barbara geboren. Die Familie zog 1515 nach Basel, der Schweiz, wo Holbein den größten Teil seiner Karriere verbringen würde.
In Basel etablierte sich Holbein schnell als talentierter Künstler und schuf Porträts und religiöse Werke für lokale Gönner. Seine frühen Werke wurden stark von der Nord-Renaissance-Tradition beeinflusst, aber er integrierte auch Elemente der italienischen Renaissance-Kunst in seinen Stil.
1526 reiste Holbein auf Einladung von Sir Thomas More nach England, dem Lordkanzler. Er fand schnell Gunst beim englischen Hof, und seine Porträts von König Heinrich VIII. Und seine Höflinge wurden zu einigen seiner berühmtesten Werke. Er arbeitete auch an einer Reihe religiöser Aufträgen für englische Kirchen, darunter eine Reihe von Wandgemälden für die Mauern der Geheimkammer im Whitehall Palace.
Trotz seines Erfolgs in England stand Holbein während seiner gesamten Karriere mit zahlreichen Herausforderungen. Er bemühte sich, als Maler historischer und religiöser Themen anerkannt zu werden, und seine Werke wurden oft wegen ihres Realismus und ihrem mangelnden Idealisierung kritisiert. Er hatte auch finanzielle Schwierigkeiten und bemühte sich, seine Familie zu unterstützen.
Holbein starb 1543 im Alter von 45 Jahren in London, möglicherweise von der Pest.