Christoph war ein deutscher Adliger und Staatsmann, der von 1544 bis zu seinem Tod als Erzbischof von Würzburg diente. Er wurde in der Stadt Bad Mergentheim in der Region Franconia geboren, die damals Teil des Heiligen Römischen Reiches war.
In jungen Jahren trat Christoph in den Geistlichen ein und stieg schnell durch die Reihen, wurde 1541 Bischof und dann nur drei Jahre später Erzbischof von Würzburg. Als Erzbischof war Christoph dafür verantwortlich, die spirituellen und administrativen Angelegenheiten der Diözese zu überwachen, zu denen ein Großteil der nördlichen Bayern gehörte.
Während seiner Amtszeit als Erzbischof spielte Christoph eine Schlüsselrolle in der Gegenreformation, einer Bewegung innerhalb der katholischen Kirche, die der Ausbreitung des Protestantismus in Europa entgegenwirkte. Er führte eine Reihe von Reformen innerhalb der Diözese Würzburg um, einschließlich der Einrichtung von Seminaren zur Ausbildung von Priestern und der Schaffung neuer religiöser Orden, um den Bedürfnissen der Gläubigen zu dienen.
Christoph war auch ein erfahrener Diplomat und Staatsmann, und er spielte eine wichtige Rolle in den politischen Angelegenheiten der Region. Er hielt enge Beziehungen zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Karl der Fünfte und arbeitete daran, die Position der katholischen Kirche in Nordbayern zu stärken. 1561 gründete er die Universität von Würzburg, die zu einem Zentrum für Lernen und Stipendien in der Region wurde.
Trotz seiner vielen Leistungen war Christophs Regierungszeit nicht ohne Kontroversen. Er war bekannt für seine harte Behandlung von Protestanten, die er als Bedrohung für die katholische Kirche betrachtete. Er hatte auch den Ruf, rücksichtslos in seinen Bemühungen zu sein, die Kontrolle über die Diözese zu behalten, und er war nicht über einer Gewalt, um Dissens zu unterdrücken.
Christoph starb 1568 und wurde in der Kathedrale von Würzburg beigesetzt. Trotz seines gemischten Erbes wird er als wichtige Figur in der Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland in Erinnerung bleiben, und seine Beiträge zur Gegenreformation werden bis heute anerkannt.