Johannes Kepler war ein deutscher Mathematiker, Astronom und Astrologe, der bedeutende Beiträge zur Entwicklung der modernen Astronomie leistete. Kepler wurde am 27. Dezember 1571 in Weil derstadt im Heiligen Römischen Reich geboren.
Kepler erhielt seine frühe Ausbildung im nahe gelegenen Leonberg und schrieb sich dann 1589 an der University of Tübingen ein, wo er Theologie, Philosophie und Mathematik studierte. Während seiner Zeit an der Universität interessierte sich Kepler für Astronomie, nachdem er an einem Vortrag des Astronomen Michael Maestlin teilgenommen hatte. Maestlin erkannte Keplers mathematisches Talent und wurde sein Mentor.
Nach Abschluss seines Studiums bei Tübingen wurde Kepler ein Mathematiklehrer und arbeitete an der Verbesserung der Genauigkeit astronomischer Beobachtungen. 1600 wurde er der Assistent des Astronomen Tycho Brahe, der eine große Menge an Beobachtungsdaten über die Bewegungen der Planeten angehäuft hatte. Nach Brahes Tod im Jahr 1601 erbte Kepler Brahes astronomische Daten, mit denen er seine Gesetze des Planetenbewegens entwickelte.
Keplers Gesetze des Planetenbewegens wurden 1609 in seinem Buch Astronomia Nova veröffentlicht. In dieser Arbeit erklärte Kepler, dass sich die Planeten in elliptischen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen, und nicht in perfekten Kreisen, wie bereits angenommen. Er zeigte auch, dass die Geschwindigkeit eines Planeten je nach Abstand von der Sonne variiert und dass die Zeit, die ein Planet benötigt, um die Sonne zu umkreisen, direkt mit ihrer Entfernung von der Sonne zusammenhängt.
Keplers Gesetze des Planetenbewegens waren ein bedeutender Schritt in der Entwicklung der modernen Astronomie und bildeten die Grundlage für das Isaac Newtons Gesetz der universellen Gravitation. Kepler leistete auch wichtige Beiträge zur Optik und entwickelte eine Theorie darüber, wie das Auge Distanz und Größe wahrnimmt.
Kepler starb am 15. November 1630 in Regensburg. Trotz seiner zahlreichen Leistungen stand Kepler zu seinen Lebensergebnissen vor erheblichen Herausforderungen, einschließlich der Verfolgung seiner religiösen Überzeugungen und der Schwierigkeiten, die Finanzierung für seine Forschung zu sichern.