Justus von Liebig war ein deutscher Chemiker, der erhebliche Beiträge zu den Bereichen der organischen und landwirtschaftlichen Chemie leistete. Er wurde in Darmstadt, Deutschland, geboren und war der Sohn eines Farb-und Tapetenherstellers.
Liebig besuchte die Universität von Bonn und studierte später unter dem berühmten Chemiker Gay-Lussac in Paris. 1824 promovierte er an der Universität von Erlangen. Liebig arbeitete daraufhin als Dozent für Chemie an der Universität von Giessen, bevor er 1852 Professor an der Universität von München wurde.
Liebig ist vielleicht am bekanntesten für seine Arbeit zur organischen Chemie. Ihm wird die Entdeckung des zusammengesetzten Benzols zugeschrieben und die Technik der Verbrennungsanalyse entwickelt, um die elementare Zusammensetzung organischer Verbindungen zu bestimmen. Liebig leistete auch erhebliche Beiträge zum Bereich der landwirtschaftlichen Chemie. Er war ein Verfechter der Verwendung von Mineraldünger und schrieb ausführlich zu diesem Thema.
Liebig war ein produktiver Schriftsteller und seine Arbeit hatte einen erheblichen Einfluss auf die wissenschaftliche Gemeinschaft. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Artikel über Chemie, darunter seine berühmte "organische Chemie in ihren Anwendungen für Landwirtschaft und Physiologie" im Jahr 1840. Dieses Werk wird als Wahrzeichen in der Geschichte der Chemie angesehen und half, die organische Chemie als ein ausgeprägtes Studienfeld zu etablieren.
Liebig war auch ein einflussreicher Lehrer und Mentor. Zu seinen Schülern gehörten einige der bemerkenswertesten Chemiker dieser Zeit, darunter Robert Bunsen und Friedrich Wöhler. Liebigs Arbeit hatte einen dauerhaften Einfluss auf den Bereich der Chemie und seine Beiträge werden heute noch anerkannt und gefeiert.