Leopold der Sechste, auch bekannt als Leopold der Glorreiche, war Herzog von Österreich und Mitglied des Hauses Babenberg. Er regierte von 1198 bis zu seinem Tod im Jahr 1230 als Herzog. Seine Regierungszeit war von territorialer Expansion, Förderung der Künste und Bemühungen zur Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Macht Österreichs geprägt.
Leopold wurde 1176 als Sohn von Herzog Leopold gegen Österreich und seiner Frau Helena von Ungarn geboren. Er stieg nach dem Tod seines Bruders Friedrich der Erste im Jahr 1198 in die Position des Herzogs von Österreich auf.
Als Herzog verfolgte Leopold eine Politik der territorialen Expansion und Konsolidierung. Er versuchte, die Grenzen Österreichs zu stärken und seinen Einfluss innerhalb des Heiligen Römischen Reiches zu erhöhen. Zu seinen wichtigsten Leistungen gehörte der Erwerb der Steiermark im Jahr 1192 durch seine Heirat mit Theodora Angelina, der Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak dem Zweiten Angelos. Diese Ehe brachte nicht nur die österreichische Kontrolle, sondern stellte auch eine Verbindung zwischen dem Haus Babenberg und dem byzantinischen Reich her, was Österreichs Prestige weiter erhöhte.
Er nahm an der kaiserlichen Wahl von 1198 teil und unterstützte Philipp von Schwaben gegen Otto IV von Brunswick. Während seiner Regierungszeit behielt er ein feines Gleichgewicht zwischen der Unterstützung des Kaisers und der Behauptung der Autonomie seines Herzogtums bei.
Nach seiner Herrschaft wurde Österreich zu einem Zentrum von Minnesang, der deutschen Tradition der höfischen Liebesdichte. Er unterstützte die Arbeit von Walther von der Vogelweide, einem der bekanntesten Minneser der Zeit und anderen Dichtern und Musikern.
Leopold der Sechste starb 1230; ihm folgte sein Sohn Friedrich der Zweite nach.