Hermann Hahn, ein bekannter deutscher Bildhauer und Medailleur, wurde 1868 in Kloster Veilsdorf geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann er bei dem Hofmaler Rudolf Oppenheim in Rudolstadt und wechselte später an die Münchner Kunstgewerbeschule und die Münchner Kunstakademie. Von 1887 bis 1892 war er Schüler von Wilhelm von Rümann.
Nach seiner Rückkehr nach München ließ er sich dort nieder und wurde 1902 zum Professor an der Münchner Kunstakademie ernannt. 1919 wurde er als auswärtiges Mitglied der Akademie der Bildenden Künste der Preußischen Akademie der Künste anerkannt. 1929 beteiligte er sich mit der Skulptur "Höhenflug" an der Teilkunstausstellung im Münchner Glaspalast. Hahn war außerdem Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und wurde 1913 mit dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.
Während der Zeit des Nationalsozialismus war Hahn Mitglied der Reichskammer der Bildenden Künste und war von 1937 bis 1943 in fünf großen deutschen Kunstausstellungen in München vertreten.
Hahn war vor allem für seine realistische Porträtplastik bekannt, ein Stil, den er während seiner gesamten Laufbahn beibehielt. Er wurde jedoch auch stark von den neoklassizistischen Werken Adolf von Hildebrands beeinflusst. Dank Hahn wurde die Sichtweise Hildebrands an die nächste Generation von Bildhauern weitergegeben und beeinflusste die Ausbildung an der Münchner Akademie nachhaltig.