Die Bildhauer

Erwin Kurz

Stuttgart

Die Bildhauer / Stuttgart / 2 Min. Lesezeit

Erwin Kurz
Erwin Kurz

Erwin Dietbald Kurz war ein deutscher Bildhauer, geboren am 13. April 1857 in Stuttgart und gestorben am 12. Oktober 1931 in München. Er war das jüngste von fünf Kindern des Schriftstellers und Bibliothekars Hermann Kurz und seiner Frau Marie Kurz, die aus einer Adelsfamilie stammte. Marie unterrichtete ihre Kinder zunächst selbst, bevor die Familie 1858 nach Oberesslingen, 1863 nach Kirchheim unter Teck und schließlich nach Tübingen zog, wo Erwins Vater als Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Tübingen arbeitete.

Anhören
1:26

Erwin Kurz legte in Tübingen sein Abitur ab und schrieb sich 1876 an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München ein, wo er bei Ludwig von Löfftz studierte. 1878 wurde er Assistent von Adolf von Hildebrand in Florenz und gründete dort eine Familie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts feierte er künstlerische Erfolge und erhielt zahlreiche bedeutende Aufträge.

Zu den bedeutendsten Werken von Kurz zählen das Grabmal für Henriette Eller in München, das Martiusdenkmal im Botanischen Garten München-Nymphenburg und der Schnitterinbrunnen auf dem Kirchplatz in Lehel. Gemeinsam mit seinem Lehrer Adolf von Hildebrand schuf er auch den Wittelsbachbrunnen auf dem Münchner Lenbachplatz.

1906 wurde Erwin Kurz Dozent an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München und Leiter der Bildhauerschule Wilhelm von Rümanns. 1924 ging er in den Ruhestand. Sein älterer Bruder Edgar Kurz war Arzt und Dichter.

Quellen