Herman Vilhelm Bissen war ein dänischer Bildhauer, der im 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der dänischen Kunst spielte.
Bissen wurde in Schleswig geboren, das zu dieser Zeit Teil von Dänemark war. Er begann seine Karriere als Lehrling im Werkstatt des Bildhauers Bertel Thorvaldsen in Rom, wo er die Techniken der klassischen Skulptur lernte. 1824 kehrte er nach Dänemark zurück und begann an seinen eigenen Aufträgen zu arbeiten.
Bissens Arbeit ist durch ein starkes Gefühl von Realismus und Liebe zum Detail gekennzeichnet. Er schuf zahlreiche Porträts prominenter Figuren in der dänischen Gesellschaft, darunter König Friedrich der Sechste Und Hans Christian Andersen. Eines seiner berühmtesten Werke ist die Reitstatue von König Frederik der Siebte vor dem Christiansborg-Palast in Kopenhagen.
Bissen war auch an der Restaurierung der Skulpturensammlungen im Glyptotek-Museum in Kopenhagen beteiligt, wo er von 1838 bis 1863 als Direktor diente. In dieser Zeit schuf er auch eine Reihe von Skulpturen für die Sammlung des Museums.
Bissen wurde für seine Beiträge zur dänischen Kunst weithin anerkannt, und er erhielt zu Lebzeiten viele Ehrungen. Er wurde 1846 mit dem Orden des Dannebrogs ausgezeichnet und 1861 zum Ritter des Elefantenordens ernannt.
Heute wird Bissens Arbeit weiterhin als wichtiger Bestandteil des dänischen Kulturerbes gefeiert. Seine Skulpturen sind in zahlreichen öffentlichen Räumen in Dänemark sowie in Sammlungen in großen Museen auf der ganzen Welt zu sehen.