Die Bildhauer

Ernst von Bandel

Ansbach

Die Bildhauer / Ansbach / 2 Min. Lesezeit

Ernst von Bandel
Ernst von Bandel

Ernst von Bandel, geboren 1800 in Ansbach als Sohn von Georg Carl Friedrich Ritter von Bandel und seiner Frau Johanna, war ein deutscher Bildhauer und Architekt. Aufgewachsen in einer Zeit politischer Unruhen, entwickelte er einen ausgeprägten Patriotismus.

Anhören
1:48

1814 begann er ein Kunststudium in Nürnberg und studierte ab 1816 an der Akademie der bildenden Künste in München. Finanzielle Schwierigkeiten nach dem Tod seines Vaters hätten seine künstlerische Laufbahn beinahe beendet, doch ein Stipendium des bayerischen Königs Maximilian der Erste ermöglichte ihm die Fortsetzung.

1820 lehnte Bandel aufgrund stilistischer Differenzen eine Assistenzstelle beim Architekten Leo von Klenze ab und setzte seine Karriere als freischaffender Künstler fort. Mit der finanziellen Unterstützung König Maximilians der Erste arbeitete er von 1825 bis 1827 in Italien.

Nach seiner Rückkehr nach München im Jahr 1827 heiratete er Karolina von Kohlhagen, mit der er sieben Kinder hatte, darunter den späteren Bildhauer Heinrich von Bandel. Er arbeitete an der Münchner Glyptothek unter Christian Daniel Rauch und war Mitglied des Vorstands des Münchner Kunstvereins.

1834 zog Bandel nach Berlin, wo er sich einem Künstlerkreis anschloss, und später nach Hannover, wo er das Residenzschloss ausstattete. Von 1837 bis 1846 lebte er in Detmold, wo er den Bau des Hermann-Denkmals für den Cheruskerprinzen Arminius leitete.

Trotz finanzieller Schwierigkeiten und mangelnden öffentlichen Interesses setzte Bandel seine Bemühungen um die Fertigstellung des Hermann-Denkmals fort. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg erfuhr sein Engagement ein erneutes Interesse, und das Denkmal wurde 1875 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm der Erste eingeweiht.

Aufgrund einer Nierenerkrankung wurde Bandel von Kaiser Wilhelm der Erste zu einem Erholungsaufenthalt nach Italien eingeladen. Er starb 1876 auf der Rückreise und wurde in Hannover beigesetzt.

Quellen