Die Bildhauer

Johann Heinrich von Dannecker

Württemberg

Die Bildhauer / Württemberg / 2 Min. Lesezeit

Johann Heinrich von Dannecker
Johann Heinrich von Dannecker

Johann Heinrich Dannecker, geboren in Württemberg, war ein angesehener Künstler, der für seinen klassizistischen Stil bekannt war. Als Sohn eines Stallknechts und Kutschers im Dienst des Herzogs von Württemberg wurde Dannecker 1771 in die Militärakademie in Solitude bei Stuttgart aufgenommen. Er begann seine Laufbahn als Balletttänzer und ging anschließend in die Lehre als Bildhauer.

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Nach Abschluss seines Studiums am herzoglichen Institut, das später zur Hohen Karlsschule wurde, wurden Dannecker und sein Kommilitone Philipp Jakob Scheffauer zu Hofbildhauern ernannt. Ein herzogliches Stipendium ermöglichte ihnen Studienaufenthalte in Paris und Rom, die ihren künstlerischen Horizont erweiterten und sie durch Begegnungen mit Künstlern wie Antonio Canova und Alexander Trippel inspirierten.

Nach seiner Rückkehr nach Stuttgart im Jahr 1790 wurde er Professor an der Hohen Karlsschule und unterrichtete auch nach deren Auflösung 1794 privat weiter. Später leitete er die K. Kunstschule, eine neu gegründete Kunstschule in Stuttgart.

Danneckers Heirat mit Heinrike Rapp, der Tochter eines Kaufmanns, ermöglichte ihm einen komfortablen Lebensstil und integrierte ihn in die Stuttgarter Bürgerschaft. Sein Haus, die sogenannte Danneckerei, diente als Wohnhaus, Atelier, Kunstschule und Museum und entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum Stuttgarts.

Zu Danneckers Hauptwerken zählen die berühmten Büsten Schillers und sein Selbstporträt. Sein Meisterwerk „Ariadne auf dem Panther“ erregte im Bethmann Museum, dem ersten öffentlichen Museum Frankfurts, internationales Aufsehen.

Dannecker wirkte auch an der Württembergischen Grabkapelle mit, deren Wandnischen mit kolossalen Marmorstatuen der vier Evangelisten, darunter seine eigene Darstellung des heiligen Johannes, geschmückt sind. Sein Werk ist bis heute ein integraler Bestandteil des schwäbischen Klassizismus und macht ihn zu einer einflussreichen Persönlichkeit in der Geschichte der Bildhauerei.

Quellen