Die Bildhauer

Ferdinand von Miller

Fürstenfeldbruck

Die Bildhauer / Fürstenfeldbruck / 2 Min. Lesezeit

Ferdinand von Miller
Ferdinand von Miller

Ferdinand Miller war ein bekannter bayerischer Bildhauer und Erzgießer, geboren 1813 in Fürstenfeldbruck. Er war maßgeblich an der Schaffung zahlreicher Denkmäler beteiligt, darunter das monumentale Denkmal „Bayern“ in München, das er als Inspektor der Königlichen Erzgießerei entwarf. Er war Mitbegründer des Bayerischen Kunsthandwerksverbandes und engagierte sich politisch als Mitglied des Bayerischen Landtags ab 1869 und des Deutschen Reichstags ab 1874.

Anhören
1:38

Miller stammte aus einer oberbayerischen Familie. Aus seiner Ehe mit Anna Pösl im Jahr 1840 gingen 14 Kinder hervor, von denen einige bedeutende Karrieren in Kunst, Ingenieurwesen und Chemie einschlugen.

Miller begann seine Laufbahn als ungelernter Arbeiter in der Königlichen Erzgießerei unter seinem Onkel. Anschließend erhielt er die Möglichkeit, die Königliche Akademie der Bildenden Künste in München und die Akademie der Künste in Paris zu besuchen.

Während seines Studiums in Paris lernte er Alexander von Humboldt kennen, der ihn über König Ludwigs der Erste Projekt informierte, eine überlebensgroße Figur namens „Bayern“ zu gießen. Er kehrte nach München zurück, trat die Nachfolge seines Onkels als Erster Inspektor der Königlichen Bogengießerei an und begann mit dem Projekt „Bayern“. Die Fertigstellung dieses monumentalen Werkes dauerte acht Jahre und erforderte über 87.000 kg Erz.

Millers Werke erlangten nach seinem Erfolg auf der ersten Weltausstellung in London 1851, wo er den ersten Preis gewann, weltweite Anerkennung. Diese Bekanntheit führte zu zahlreichen Aufträgen aus aller Welt, darunter bedeutende Werke in Amerika, wie die Tore des Kapitols in Washington, D.C., eine Reiterstatue in Columbia und ein 6,70 Meter hohes Reitermodell von George Washington.

Quellen