Ludwig Wichmann, geboren 1788, war ein bedeutender deutscher Bildhauer und Pädagoge. Er studierte bei Johann Gottfried Schadow und wirkte an wichtigen Denkmälern wie dem Blücherdenkmal in Rostock und dem Lutherdenkmal in Wittenberg mit. Zwischen 1809 und 1813 studierte Wichmann in Paris, bevor er nach Berlin zurückkehrte, um seine Arbeit in Schadows Werkstatt fortzusetzen.
Er war maßgeblich an der Gestaltung des Nationaldenkmals für die Befreiungskriege zwischen 1818 und 1826 beteiligt und arbeitete dabei mit renommierten Künstlern wie Christian Daniel Rauch und Christian Friedrich Tieck zusammen. 1818 trat Wichmann die Nachfolge von Emanuel Bardous als Lehrer an der Berliner Kunstgewerbeschule an und wurde 1819 zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste ernannt.
Nach einem Aufenthalt in Italien mit seinem Bruder von 1819 bis 1821 gründeten die Wichmanns eine Werkstatt, die sich auf Porträtbüsten spezialisierte. Ludwig Wichmann wurde 1832 Professor an der Akademie der Künste.
Zu seinen bedeutendsten Werken zählt die Figur des Erzengels Michael in der Friedrichswerder Kirche. Wichmann besuchte Rom in späteren Jahren vor seinem Tod 1859 erneut. Er war der Vater des Genremalers Otto Wichmann und des Komponisten und Schriftstellers Hermann Wichmann.