Emil Wolff, geboren 1802 in Berlin, war ein gefeierter deutscher Bildhauer, der für seine Beiträge zur klassischen Bildhauerkunst bekannt ist, deren Stil Ähnlichkeiten mit dem von Bertel Thorwaldsen aufweist. Wolffs künstlerische Laufbahn begann 1815 mit seinem Studium an der Kunstakademie in Berlin. Ab 1818 setzte er seine Ausbildung unter der Anleitung seines Onkels Johann Gottfried Schadow fort.
1821 wurde Wolffs außergewöhnliches Talent mit einem akademischen Preis für ein von ihm geschaffenes Relief gewürdigt. Diese Auszeichnung ermöglichte ihm 1822 eine Reise nach Rom, der Stadt, die für den Rest seines Lebens seine Heimat bleiben sollte. Trotz seines Umzugs pflegte Wolff enge Verbindungen zu seiner deutschen Heimat und trug maßgeblich zum Erwerb zahlreicher Kunstwerke für die preußische königliche Sammlung aus Rom bei.
Auch mit seinen mythologischen Darstellungen feierte Wolff Erfolge. Zu seinen bedeutendsten Werken in diesem Genre zählen das Relief „Midas als Richter“ von 1825, das Marmorrelief der Charitas und die Gruppe von Hebe und Ganymed.
Er schuf mehrere wichtige öffentliche Werke, darunter „Victoria unterweist die Jugend in Geschichte“, das auf der Schlossbrücke in Berlin zu sehen ist, und „Jephtha und seine Tochter“. Auch seine späteren Werke, wie die Skulptur „Judith“, die sich heute in der Berliner Nationalgalerie befindet, sind bemerkenswert.
Eines seiner bedeutendsten Werke, die Skulptur „Najade“, wurde 1854 von König Friedrich Wilhelm der Vierte erworben.