Johann Halbig war ein bedeutender deutscher Bildhauer des Klassizismus und Universitätsprofessor. Er wurde 1814 in Donnersdorf geboren. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er zunächst von seinem Vater. Sein Leben nahm jedoch eine schwierige Wendung, als er mit siebzehn Jahren wegen Diebstahls inhaftiert wurde. Nach seiner Flucht wurde er erneut gefasst und öffentlich bestraft. Daraufhin floh er nach München.
In München lebte er bei seinem älteren Bruder Andreas, der ihn mit Ernst Mayer, einem Lehrer an der Technischen Hochschule München, bekannt machte. Mayer erkannte Halbigs künstlerisches Talent und förderte ihn, sodass er die Münchner Kunstakademie besuchen konnte. Nach einer Studienreise nach Italien erregte er die Aufmerksamkeit des bayerischen Königs Ludwig der Erste, der ihn mit verschiedenen Dekorationsarbeiten und Porträts für Orte wie die Ruhmeshalle und die Walhalla beauftragte.
Nach Mayers frühem Tod übernahm Halbig 1845 dessen Professur für Bildhauerkunst an der Technischen Hochschule. Er setzte seine Arbeit für König Ludwig der Erste fort und erhielt anschließend Aufträge von Ludwigs Nachfolgern, Maximilian der Zweite und Ludwig der Zweite, für die er zahlreiche Grabdenkmäler und Gedenkstätten schuf.