Max Carl Widnmann war ein angesehener deutscher Bildhauer, geboren 1812 in Eichstätt. Schon früh ging er seiner Leidenschaft für Zeichnen und Malen am Eichstätter Gymnasium nach und studierte später an der Königlichen Akademie in München unter der Anleitung des bedeutenden Bildhauers Ludwig Schwanthaler.
Auf Anraten seiner Lehrer verbrachte Widnmann die Jahre 1836 bis 1839 in Rom. Dort schloss er Freundschaften mit dem bekannten dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen und dem Kölner Architekten Sulpiz Boisserée.
Nach seinem Aufenthalt in Rom kehrte Widnmann nach München zurück und ließ sich als freischaffender Künstler nieder. Seine Werke erregten schnell die Aufmerksamkeit König Ludwigs der Erste, der ihn mit der Anfertigung von Porträtbüsten für die Walhalla beauftragte. In Zusammenarbeit mit anderen Künstlern wurden mehrere seiner Statuen von Ferdinand von Miller in Bronze gegossen.
Nach dem Tod seines Mentors Schwanthaler wurde Widnmann 1848 von der Akademie einstimmig zu dessen Nachfolger gewählt und von König Ludwig der Erste zum Professor an der Akademie der Künste ernannt. Sein Ruf wuchs, und er erhielt zahlreiche Aufträge auch außerhalb Bayerns. In Anerkennung seiner bedeutenden Leistungen wurde er 1887 von Prinzregent Luitpold von Bayern zum Ritter der Bayerischen Krone geschlagen.
Nach seiner Pensionierung mit 75 Jahren verbrachte Widnmann seine Zeit abwechselnd am Starnberger See und in München. Er war aktives Mitglied der Münchner Gesellschaft für Christliche Kunst. Obwohl er als weniger fantasievoll und genial als sein Lehrer Schwanthaler galt, wurden Widnmanns Statuen und Büsten für ihre würdevolle Ausstrahlung bewundert, was ihm immer wieder Aufträge einbrachte.