Heinrich Max Imhof, ein Schweizer Bildhauer des Klassizismus, wurde 1798 in Belglen im Kanton Uri geboren. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Bifang bei Belglen auf. Sein Lehrer und Vedutenmaler Franz Xaver Triner erkannte sein künstlerisches Talent und erteilte ihm Zeichenunterricht. Im Alter von 16 Jahren überredete Triner die Eltern Imhofs, ihn zwischen 1814 und 1823 bei dem Holzschnitzer Franz Abart in Kerns in die Lehre zu schicken.
1820 förderte Imhofs Mentor Johann Gottfried Ebel seine weitere Ausbildung in der Werkstatt des schwäbischen Bildhauers Johann Heinrich Dannecker in Stuttgart. In Rom vertiefte sich Imhof in der Werkstatt des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen in klassische Gestaltungsprinzipien. Während seines Aufenthalts in der Deutschen Künstlerkolonie pflegte Imhof Kontakt zu Künstlern wie Ernst von Bandel, Bonaventura Genelli und Heinrich Keller.
Imhof begann mit der Arbeit am Kopf des Goliath für die Davidstatue, die 1827 von Kronprinz Friedrich Wilhelm in Auftrag gegeben wurde. Diese Marmorversion war für die Ausstattung des Potsdamer Sommerschlosses Charlottenhof bestimmt. Neben Statuen erhielt Imhof zunehmend Aufträge für Büsten, darunter eine des bayerischen Königs Ludwig der Erste Auch Herzog Maximilian von Leuchtenberg aus dem Hause de Beauharnais und das russische Kaiserhaus zählten zu seinen Kunden.
1836 wurde Imhof als Professor an die neu gegründete Akademie der Künste in Athen berufen, wo er auch an der Restaurierung von Ausgrabungsstücken und den Karyatiden von Erechtheis arbeitete. Sein schlechter Gesundheitszustand und der Mangel an Aufträgen führten ihn jedoch 1838 zurück nach Rom, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1869 lebte und arbeitete.