Lossow, Sohn eines Schneidermeisters, begann seine künstlerische Laufbahn bereits mit 15 Jahren unter der Anleitung des Bildhauers Heinrich Freese. Er assistierte Freese bei verschiedenen Projekten, darunter den Reliefs der Ostertorwache in Bremen. 1820 zog er nach München, um bei dem angesehenen Ernst Mayer zu studieren. Nach Abschluss seiner Ausbildung 1827 verbrachte Lossow drei Jahre in Rom, wo er die Meisterwerke antiker Künstler studierte. Nach dieser bereichernden Erfahrung kehrte er nach München zurück und etablierte sich als freischaffender Künstler, wobei ihm ein Stipendium des Bremer Senats finanzielle Unterstützung bot.
Vor seinem Aufenthalt in Rom hatte Lossow das Glück, den Künstlerkollegen Ludwig Schwanthaler kennenzulernen. Nach seiner Rückkehr 1834 wurde er Schwanthalers Assistent. In der kreativen Atmosphäre von Schwanthalers Werkstatt entstanden elf Statuen für die West-und Ostfassade der Glyptothek, die Werke namhafter Künstler wie Antonio Canova, John Gibson, Ludwig Schwanthaler und Bertel Thorvaldsen zeigen.
Lossows Talent beschränkte sich nicht auf München und Rom. In Bremen schuf er mehrere Grabsteine, von denen der berühmteste 1847 von der Familie des Schiffbauers und Reeders Johann Lange in Auftrag gegeben wurde. 1843 wurde Lossow zum Ehrenmitglied des Bremer Kunstvereins ernannt und stellte seine Werke 1845 und 1852 in der Bremer Kunsthalle aus.
Lossows Lebensweg endete 1874 in München.